Möbelbranche und Marktüberblick

Marktanalyse

  • Die deutsche Möbelbranche ist stark konjunkturabhängig und leicht nachläufig zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Krisen- und Boom-Phasen treten somit etwas zeitversetzt ein.

  • Die positive Konjunkturentwicklung der letzten Jahre, geringe Arbeitslosigkeit und ein niedriges Zinsniveau begünstigen die Umsatzentwicklung im deutschen Möbelmarkt.

  • Steigende Bruttoarbeitslöhne sowie ein konsumfreundliches Verbraucherklima regen die Umsätze zusätzlich an.

  • Im europäischen Marktumfeld ist Deutschland Spitzenreiter in der Produktion von Möbeln.

  • Die Expansion auf dem deutschen Wohnungsmarkt bestärkt das Wachstum allgemein und insbesondere im Segment der Küchenmöbel.

    Branchenstruktur

  • Der Markt der Möbelproduzenten ist stark segmentiert. Die meisten Produzenten sind auf eine spezielle Möbelgruppe spezialisiert.

  • Darüber hinaus ist die Produktionsbranche sehr fragmentiert, wenige große Unternehmen erzielen nur rd. 1/3 des gesamten Branchenumsatzes.

   

 

•  Der deutsche Möbeleinzelhandel ist strategisch in Einkaufsverbänden organisiert und erlangt so eine                starke      Marktposition gegenüber der Produktionsseite. In Kombination mit identifizierten Branchentrends        wie bspw. der zunehmenden Bedeutung von Omnichannel-Vertrieb geraten die Produzenten zunehmend          unter Druck.  

 

•  Die im Schnitt verhältnismäßig geringen F&E-Ausgaben der Branche werden vor allem für die                            Automatisierung in der Produktion aufgewendet. Design-Innovationen sind i. d. R. Imitationen bereits                  gesetzter Trends aus hochpreisigen Möbelboutiquen.

     Trends & Möbel 

  • Die Trends der Möbelbranche sind vor allem durch moderne gesellschaftliche Entwicklungen, Umweltbewusstsein, eine zunehmende Mobilität der Verbraucher und ihre Tendenz zum Leben in der Stadt sowie die Digitalisierung geprägt.

  • Im Vergleich zu anderen Handels-Segmenten ist der Online- Anteil im Möbelhandel derzeit noch gering, es besteht eine sogenannte „Online-Hürde“. Mit Überwinden der Online-Hürde durch Omnichannel-Konzepte birgt der Online-Vertrieb ein erhebliches Wachstumspotential für den deutschen Möbelmarkt. Dieses ist aber mit erheblichen Investitionen v. a. auch in die Supply Chain verbunden.